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Christiane Maria Völkner
Wenn der letzte Koffer weg ist
Meine Reise durch den unteren HimmelDer
autobiographische Roman von Christiane Maria Völkner ist eine
gelungene Synthese aus einem bestechend authentischen
Erlebnisbericht und einem zutiefst spirituellen Werk, das durch
seine Klarheit und Ausdruckskraft jeden Leser in seinem innersten
Kern berührt.
Christiane, die Hauptfigur des Romans, kehrt nach zwanzig Jahren,
die sie mit Unterbrechungen in Spanien verbracht hat, in ihre
Heimatstadt Heidelberg zurück in der Hoffnung, mit Unterstützung
ihrer Schwester dort wieder Fuß fassen zu können. Als ihre Schwester
ihr eine Unterkunft verwehrt, steht sie völlig mittellos auf der
Straße. Ihr einziger Besitz ist ein Koffer. In dieser Situation
bleibt ihr nur das Obdachlosenheim. So gerät sie völlig
unverschuldet in die Mühlen einer Bürokratie der Verwaltung von
Hoffnungslosigkeit und Elend.
Mit sauberem Federstrich skizziert die Autorin ein eindrückliches
Bild einer Wirklichkeit, die kein „Normalbürger“ kennt, geschweige
denn je vermutet.
Rückblendend werden wichtige
Stationen im Leben der Romanfigur geschildert, die Zusammenhänge
zwischen ihren Grenzerfahrungen und gesellschaftlichen Normen und
Tabus aufzeigen, mit denen sich die Romanheldin konfrontiert sieht: |
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Die tragische Geschichte ihrer
Familie, der Mord an ihrer Mutter und Freitod des Vaters, das Leben
als ungeliebtes Kind bei der Großmutter und in der Familie des
Onkels, der Kindesmissbrauch an ihrer Schwester, für die sie
rechtlich eintritt, ihre spirituelle Entwicklung zur ganzheitlichen
Therapeutin und Karriere als erfolgreiches Medium und Heilerin und
schließlich die Erfahrung von Übergriffen aus Neid und
Konkurrenzdenken, denen sie sich in ihrer Wahlheimat Spanien
ausgesetzt sieht. Aus Angst vor weiteren Repressalien kehrt sie nach
Deutschland zurück.
Durch ihren unerschütterlichen
Glauben und ihre starke spirituelle Kraft befreit sich die
Romanheldin, entgegen aller Widerstände, aus den Niederungen einer
Konsumgesellschaft, in der Mittellose als Außenseiter der
Gesellschaft gelten. So gelingt es ihr durch Transformation eigener
Begrenzungen und Überzeugungsmuster, Schritt für Schritt trotz ihres
Alters und anfangs mangelnder Qualifikation bezüglich moderner
Datenverarbeitung, eine Anstellung als Sekretärin in der
renommierten Universität Heidelberg zu erhalten. Dies ermöglicht ihr
ein finanziell gesichertes Einkommen und damit den
gesellschaftlichen Aufstieg in ein sogenanntes „normales“ Leben.
Sie durchschreitet - wie
Ischtar, die Göttin der Liebe, in den überlieferten Mythen des alten
Mesopotamiens - eine Welt der Schatten, den unteren Himmel von
Machtlosigkeit, Elend und Diskriminierung, um transformiert und
gestärkt wieder aufzusteigen.
So wird Obdachlosigkeit zum
Geschenk des Himmels.
Die klare, sanfte und dennoch
kraftvolle Sprache dieses Romans rüttelt auf, legt den Finger in
Wunden unseres gesellschaftlichen Bewusstseins, berührt und macht
gleichermaßen Mut, weitab von abgehobener Spiritualität oder
Gefühlsduselei.
Ein spiritueller Roman von
tiefgreifender transformatorischer Kraft, der den Leser genau dort
abholt, wo er in seiner persönlichen Entwicklung steht.
Kostenloses Leseexemplar
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